Monitoring: Unterschied zwischen den Versionen

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=== MailStore Nagios/Icinga-Plugin ===
 
=== MailStore Nagios/Icinga-Plugin ===
Im [[Media:MailStoreScripts.zip‎|Scripting-Paket]] befindet sich das Plugin <tt>check_mailstore.py</tt>. Das Plugin prüft die Anzahl der Jobs oder die Anzahl der archivierten E-Mails in einem festgelegten Zeitraum. Es wird mindestens MailStore Server 8 benötigt.
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Im [ftp://ftp.mailstore.com/pub/Scripts/Python/v9/scripts.zip Python Skripting Paket] befindet sich das Plugin <tt>check_mailstore.py</tt>. Das Plugin prüft die Anzahl der Jobs oder die Anzahl der archivierten E-Mails in einem festgelegten Zeitraum. Es wird mindestens MailStore Server 8 benötigt.
  
 
==== Installation ====
 
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Das Verzeichnis <tt>mailstoreapi</tt> aus dem Paket sollte unterhalb des <tt>site-packages</tt>-Verzeichnises Ihrer Python-Installation kopiert werden. Der Ort des <tt>site-packages</tt>-Verzeichnises kann mittels
 
Das Verzeichnis <tt>mailstoreapi</tt> aus dem Paket sollte unterhalb des <tt>site-packages</tt>-Verzeichnises Ihrer Python-Installation kopiert werden. Der Ort des <tt>site-packages</tt>-Verzeichnises kann mittels
  
  python -c "from distutils.sysconfig import get_python_lib; print(get_python_lib())"
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  python3 -c "from distutils.sysconfig import get_python_lib; print(get_python_lib())"
  
 
ausgegeben werden. Unter Umständen ist es notwendig, das Paket <tt>python-argparse</tt> zu installieren.
 
ausgegeben werden. Unter Umständen ist es notwendig, das Paket <tt>python-argparse</tt> zu installieren.

Version vom 18. September 2014, 13:48 Uhr

MailStore verfügt selber nur über eingeschränkte Benachrichtigungs- oder Monitoringfunktionalitäten. Mittels externer Komponenten kann jedoch zum Beispiel der Status der Archivierungsdurchläufe überwacht werden.

Einsatz einer externen Monitoring-Software

MailStore Nagios/Icinga-Plugin

Im Python Skripting Paket befindet sich das Plugin check_mailstore.py. Das Plugin prüft die Anzahl der Jobs oder die Anzahl der archivierten E-Mails in einem festgelegten Zeitraum. Es wird mindestens MailStore Server 8 benötigt.

Installation

Das Verzeichnis mailstoreapi aus dem Paket sollte unterhalb des site-packages-Verzeichnises Ihrer Python-Installation kopiert werden. Der Ort des site-packages-Verzeichnises kann mittels

python3 -c "from distutils.sysconfig import get_python_lib; print(get_python_lib())"

ausgegeben werden. Unter Umständen ist es notwendig, das Paket python-argparse zu installieren.

Das Plugin kommuniziert mit der MailStore Administrations API. Diese muss folglich in der MailStore Server Dienst-Konfiguration aktiviert sein.

Verwendung

Ein Check, der die erfolgreiche Ausführung von Profilen überwacht, könnte folgendermaßen in Nagios/Icinga definiert sein:

define command {
       command_name check_mailstore
       command_line /usr/local/lib/nagios/plugins/check_mailstore.py --host $ARG1$ --password $ARG2$ -s since:$ARG3$ --status $ARG4$ -c $ARG5$ -w $ARG6$ --search $ARG7$
       }

Die passende Service-Definition könnte so aussehen:

define service {
       host_name                       mailstoreserver
       service_description             MailStore Succeeded Jobs
       check_command                   check_mailstore!mailstoreserver!sUp3rs3CcR6ET3!1H!succeeded!8!10!jobs
       use                             generic-service
       }

In diesem Beispiel wird überprüft, ob in der letzten Stunde (-s since:1H) mehr als 10 Jobs erfolgreich (--status succeeded) ausgeführt wurden.

Parameterübersicht

Das Plugin unterstützt folgende Parameter.

--help|--h

Zeigt die Hilfeseite.

--host HOST

Hostname oder IP-Adresse des MailStore Servers. Standardmäßig wird localhost verwendet.

--port PORT

TCP Port auf welchem die MailStore Administration API Verbindungen annimmt. Standardmäßig wird 8463 verwendet.

--username USERNAME

Benutzernamen zur Anmeldung am MailStore Server. Dieser muss ein MailStore Administrator sein. Standardmäßig wird admin verwendet.

--password PASSWORD

Passwort des Benutzers, welcher bei username angegeben wurde.

--start STARTTIME|--s STARTTIME

Gibt die Startzeit des Betrachtungszeitraums an. Die Startzeit im Format YYYY-mm-ddTHH:MM:SS (z.B. 2013-01-01T00:00:00) gibt die Anfangszeit des zu betrachtenden Zeitraums an. Es muss zusätzlich der --end Parameter verwendet werden. Alternativ kann ein Zeitraum in der Form since:XY angegeben werden, wobei X eine Zahl und Y einer der folgenden Buchstaben ist: Y (Jahr), m (Monat), d (Tag), H (Stunde), M (Minute) und S (Sekunde). Beispiel --s since:90M (die letzten 90 Minuten).

--end ENDTIME|--e ENDTIME

Gibt die Endzeit des Betrachtungszeitraums an. Das Format ist ebenfalls YYYY-mm-ddTHH:MM:SS (z.B. 2013-02-28T23:59:59). Bei der Verwendung von since: wird dieser Parameter nicht benötigt.

--timezone TIMEZONE

MailStore Server speichert die Daten in UTC Zeit. Hiermit kann die Ausgabe angepasst werden. Standardmäßig wird $Local verwendet. Dies entspricht der Zeitzonen-Einstellung des Betriebssystems des MailStore Servers. Mittels des API Befehls GetTimeZones können sich die möglichen Werte ausgegeben werden lassen. In den meisten Fällen wird dieser Parameter nicht benötigt.

--machinename MACHINENAME|--m MACHINENAME

Filtert die Ergebnisse nach MACHINENAME. Dies kann sinnvoll sein, wenn die Ergebnisse lokaler Jobs verschiedener Rechner überwacht werden sollen.

--profile PROFILE|--p PROFILE

Filtert die Ergebnisse nach Archivierungsprofil. Es kann die ID oder der Name des Archivierungsprofil verwendet werden.

--status STATUS

Filtert die Ergebnisse nach STATUS. Mögliche Werte sind succeeded, failed, cancelled, disconnected, threadAbort und completedWithErrors. Der Status kann durch ein vorangestelltes # negiert werden. Standard ist succeeded.

--search [jobs|emails]

Gibt an, ob auf die Anzahl der zurückgelieferten Jobs oder auf die Anzahl der archivierten Mails geprüft werden soll. Standard ist jobs.

--warning WARNING|--w WARNING

Der Schwellenwert, ab dem gewarnt wird.

--critical CRITICAL|--c CRITICAL

Der Schwellenwert, ab dem alarmiert wird.

--compare COMPARE

Gibt an, wie die Werte WARNING und CRITICAL mit dem zurückgeliefertem Ergebnis verglichen werden. Mögliche Werte sind lt, le, eq, ge, gt (lt, lesser than = kleiner als; le, lesser or equal = kleiner oder gleich; eq, equal = gleich; ge, greater or equal = größer oder gleich; gt, greater than = größer als). Standard ist le (kleiner oder gleich).

--DEBUG

Gibt die Liste der zutreffenden Jobs auf der Standardausgabe aus. Ist nur beim Testen sinnvoll, um zu prüfen, welche Ergebnisse tatsächlich beachtet werden.

Weitere Beispiele

check_mailstore.py --host 192.168.0.1 --password sUp3rs3CcR6ET3 -s "since:1d"   -c 5 -w 2 --search jobs --status="#succeeded" --compare gt

Status ist Critical, wenn mehr (--compare gt) als 5 (-c 5) Jobs (--search jobs) NICHT mit dem Status erfolgreich (--status="#succeeded") innerhalb eines Tages beendet wurden. Eine Warnung wird bei mehr als 2 nicht erfolgreichen Jobs ausgegeben.

check_mailstore.py --host 192.168.0.1 --password sUp3rs3CcR6ET3 -s "since:1d"   -c 5 -w 20 --search emails --profile "MailStore Proxy"

Status ist Critical, wenn weniger als 5 (-c 5) E-Mails (--search emails) vom Profil "MailStore Proxy" (--profile "MailStore Proxy) innerhalb eines Tages archiviert wurden. Eine Warnung wird bei weniger als 20 archivierten E-Mails ausgegeben.

Überwachung der lizenzierten Benutzer

Das check_mailstorelicence-Skript aus dem Scripting-Paket, dient der Überwachung der lizenzierten Benutzer mittels Nagios/Icinga. Es wird nicht über externe Argumente gesteuert, alle Parameter müssen innerhalb der Datei angepasst werden. Sollten Sie Ihre Benutzer über eine externe Quelle synchronisieren, und es sollen über diesen Weg in einem Schritt mehr Benutzer angelegt werden als Lizenzen verfügbar sind, wird diese Überwachung nicht "Alarm" schlagen, da nur die existierenden Benutzer überwacht werden, und nicht die, die angelegt werden sollen.

Command-Definition:

define command {
       command_name check_mailstorelicence
       command_line /usr/local/lib/nagios/plugins/check_mailstorelicence.py
       }


Nagios/Icinga mit NSClient++ überwacht die geplanten Tasks

Dieses Beispiel setzt voraus, dass im Abschnitt [NRPE] der Datei NSC.ini der Parameter allow_arguments=1 gesetzt ist. Alternativ und in öffentlichen Umgebungen sicherer, können Sie auch im Abschnitt [External Alias] einen Alias definieren.

Die entsprechende Service Check sieht unter Nagios/Icinga wie folgt aus:

define service {
        use                             generic-service
        host_name                       mailstore.mydomain.tld
        service_description             Scheduled Tasks
        check_command                   check_nrpe!CheckTaskSched!filter="exit_code ne 0" "syntax=%title%: %exit_code%" "crit=>0"
}

Der Service-Check gibt eine Liste alle zeitgesteuerten Aufgaben im Windows Task-Planer aus, deren Exit-Code ungleich Null ist. Bei mehr als einem Ergebnis wird der Check-Status Critical gesetzt. Die Rückgabe beinhaltet eine Liste aller Aufgaben mit Exit-Code ungleich Null und der Exit-Codes.

Monitoring von Audit-Ereignissen

Die in MailStore Server enthaltene E-Mail-Benachrichtigungsfunktion versendet derzeit nur dann eine E-Mail, wenn das automatische Erstellen eines neuen Standard-Archivspeichers fehlschlägt.

Administratoren die darüber hinaus Benachrichtigung über Vorfälle auf Ihrem MailStore Server erhalten wollen, finden in diesem Artikel nützliche Hinweise zum Monitoring des MailStore Servers.

Benachrichtigungen aufgrund von Audit-Ereignissen

Eine Möglichkeit des Monitorings besteht darin, die in MailStore enthaltene Auditing-Funktion in Kombination mit der Windows Aufgabenplanung zu verwenden.

Bitte beachten Sie, dass dieses Vorgehen den eigentlich Zweck des Auditing-Features von MailStore zweckentfremdet. Pruefen Sie daher nach einer Aktualisierung des MailStore Servers ob die Trigger-Parameter weiterhin korrekt konfiguriert sind.

Um die Aktivierungstrigger in Windows konfigurieren zu können, wird mindestens Windows Vista/7/8/2008/2008 R2/2012 benötigt. Unter Windows 2000/XP/2003 stehen diese nicht zur Verfügung.

Aktivierung des Auditing Features

  • Öffnen Sie den MailStore Client als Administrator.
  • Klicken Sie auf Verwaltung > Compliance > Auditing.
  • Aktivieren Sie die Benutzeraktivität ProfileRunArc.

Es werden nun nach der Ausführung von Archivierungsprofilen, entsprechende Einträge in das Windows-Eventlog geschrieben.

Manuelles Überprüfen der Windows-Eventlogs

  • Öffnen Sie die Ereignisanzeige Ihres Windows-Systems.
  • Klicken sie auf Ereignisanzeige (lokal) > Windows-Protokolle > Anwendungen.
  • Suchen Sie dort nach Ereignissen der Quelle MailStore Server Auditing.

Sind Fehler bei der Ausführung des Profils aufgetreten, so ist die Ebene Fehler, war Ausführung erfolgreich, ist die Ebene Information.

Erstellung der Benachrichtigungen

Der Windows Aufgabenplaner kann Aufgaben an ein Ereignis binden. Wir nutzen dies, um eine E-Mail beim Event Archivierung fehlgeschlagen zu verschicken.

  • Öffnen Sie die Aufgabenplanung Ihres Windows-Systems.
  • Erstellen Sie einen neuen Ordner, z.B. MailStore Auditing in der Aufgabenplanungsbibliothek.
  • Erstellen Sie eine Aufgabe über Aktion > Aufgabe erstellen. Beachten Sie bitte, dass Sie keine Einfache Aufgabe erstellen.
    Monitoring notify 00.png
  • Geben Sie einen aussagekräftigen Namen.
  • Wählen Sie diese Option Unabhängig von der Benutzeranmeldung ausführen aus.
  • Wählen Sie unter Konfigurieren für mindestens Windows Vista oder Windows Server 2008, da sonst der Trigger Bei einem Ereignis nicht zur Verfügung steht.
  • Klicken Sie auf die Registerkarte Trigger
  • Klicken Sie auf Neu..
  • Wählen Sie unter Aufgabe starten den Wert Bei einem Ereignis aus.
  • Aktivieren Sie unter Einstellungen die Option Benutzerdefiniert und klicken Sie anschließend auf Neuer Ereignisfilter.
    Monitoring notify 01.png
  • Setzen Sie unter Ereignisebene das Häkchen bei Fehler.
  • Wählen Per Quelle aus und setzten Sie unter Quellen ein Häkchen bei MailStore Server Auditing.
  • Klicken Sie auf OK um die Einstellungen zu speichern.
    Hinweis: Die Kriterien von Benutzerdefinierten Einstellungen werden als XML-Daten gespeichert. Leider vermag es der Trigger bearbeiten-Dialog nicht, diese XML-Daten zurück in GUI-Elemente umzuwandeln. Ein nachträgliches Manipulieren des Triggers ist leider nur in XML möglich. Sollte das unerwünscht sein, muss der Trigger gelöscht und neu erstellt werden
  • Wechseln Sie zur Registerkarte Aktionen.
  • Klicken Sie auf Neu....

Option 1: E-Mail Benachrichtigung via Powershell Skript

  • Legen Sie eine Datei mit der Endung .ps1 mit folgendem beispielhaftem Inhalt an. Passen Sie die Werte Ihren Bedürfnissen an
$EmailFrom = “mailstore@domain.eu”
$EmailTo = “administrator@domain.eu”
$Subject = “MailStore Fehler”
$Body = “MailStore Server Task muss überprüft werden”
$SMTPServer = “smtp.domain.eu”
$SMTPPort = 25
$SMTPClient = New-Object Net.Mail.SmtpClient($SMTPServer, $SMTPPort)
$SMTPClient.EnableSsl = $false
$SMTPClient.Credentials = New-Object System.Net.NetworkCredential(“username”, “password”);
$SMTPClient.Send($EmailFrom, $EmailTo, $Subject, $Body)
  • Wählen Sie Programm starten im Feld Aktion aus.
  • Geben Sie als Programm/Skript powershell.exe an. Als Argument geben Sie den Pfad zum zuvor erstellten Skript an.
  • die Ausführung von Powershell-Skripten muss auf dem Computer erlaubt sein, dies kann mittels Set-ExecutionPolicy RemoteSigned erreicht werden
  • Sollte das Skript nicht wie gewünscht arbeiten, lässt sich mittels zusätzlichem Argument -noexit der Fehler anzeigen.

Option 2: Netzwerk Benachrichtigung

  • steht kein SMTP Server zur Verfügung, kann alternativ ein Programm gestartet werden, das eine Nachricht über das Netzwerk versendet.
  • Wählen Sie Programm starten im Feld Aktion aus.
  • Geben Sie als Programm/Skript msg an. Als Argument geben Sie /server:ip-addresse Benutzername Nachricht an, Beispiel: /server:192.168.2.100 administrator "Eine Archivierung ist fehlgeschlagen oder wurde mit Fehlern beendet"
  • alle Optionen von msg sind hier http://technet.microsoft.com/en-us/library/cc755358.aspx dokumentiert
  • Bei nicht erfolgreich beendeten Archivierungsläufen erscheint beim Benutzer administrator auf der Machine 192.168.2.100 ein Fenster mit der Benachrichtigung
  • Auf der empfangenen Machine muss der Registrierungsschlüssel HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\Terminal Server\AllowRemoteRPC (REG_DWORD) auf 1 gesetzt sein.